Der Otaku und die Öffentlichkeit

Otaku Girl

Wer kennt dieses Problem nicht?

Unser Hobby hat es ganz schön schwer in der Öffentlichkeit.

Wir haben es bestimmt alle schon mal erlebt. „Wie du schaust noch Zeichentrick Filme“ , „Das sind doch Kinderbücher“, „Anime? Sind das nicht  diese Pornos da“, oder der Klassiker „Du hast doch nur keine Freunde!“. Ja, sowas muss man sich als Anime Fan gefallen lassen. Da ist auch die eigene Familie nicht viel besser. Sprüche wie „Wann wirst du endlich erwachsen“ oder „Such dir mal ein richtiges Hobby wo du was mit anderen machst“ hört man non-stop.

Aber warum verflucht nochmal soll das ein „falsches“ Hobby sein? Muss ich jetzt anfangen mein Hobby vor der Öffentlichkeit zu verstecken? Ist es soweit, dass der Zwang der Masse so dramatisch in unser Leben eingreift? Andere sammeln Briefmarken, Münzen, Modelautos oder Bierflaschen! Sie bauen ihren ganzen Keller zur Eisenbahn Anlage um oder bauen sich eine Armee aus Plastik-Soldaten auf!

Ich finde, dass es jedem selbst überlassen sein soll, was er in seiner Freizeit unternimmt und wofür er sein Geld ausgibt. Ich kann den oben genannten Hobbys echt nichts abgewinnen, sry. Da finde ich es doch viel entspannender nach der Arbeit meine Anime Serie weiter zu schauen als direkt im Keller zu verschwinden um da zuzugucken, wie meine Eisenbahn im Kreis fährt, ehrlich.

Zurück zum Thema, würde ich im Cosplay oder mit einer Dakimakura durch die Stadt laufen, wär das Chaos vorprogrammiert. Alle begaffen einen, halten einen für nen Freak, Spinner, Opfer oder Gestörten. Aber wenn jemand sich komplett Silber anmalt und dumm in der Gegend rumsteht finden das alle toll und belohnen das mit Kleingeld. Als danke gibts dafür ne kurze ruckartige Bewegung, wow.

Ich bin fest davon überzeugt, dass das an der Informationspolitik liegt. Die Leute haben einfach keine Ahnung. Den meisten, den ich erklären durfte was es mit meinem Hobby auf sich hat, haben es akzeptiert und schauen nun selbst auch Animes. Gut bekommt man diese Leute mit Death Note oder NGE rum ;-). Aber was soll man gegen die Menschen machen, die sowas aus „Prinzip“, was auch immer das für Prinzipien sind, einfach nicht wollen. So peinlich es sich acuh anhört, man sollte seinem Hobby treu bleiben, denn es ist ein teil von dir geworden. Ausnahmen bestätigen die Regel, zum neuen Arbeitgeber würde ich sicher ohne  Dakimakura  kommen und ihm auch nicht unbedingt sagen, dass ich mir in meiner Freizeit Mangas lese.Man sollte die Menschen damit einfach Konfrontieren, je öfter, desto mehr wird es für sie zum Alltag, der keinen Kommentar mehr würdig ist.

Ich bin mir relativ sicher, dass auch viele Otakus ihr Hobby möglichst überhaupt nicht nach aussen Tragen wollen und darüber kein Wort verlieren. Denen möchte ich nur raten, sich mal Gedanken darüber zu machen, wie eingeschränkt diese Denkweise ist. Es kann nicht der Sinn sein, sich vor anderen Menschen zu verstecken oder gar zu „vereinsamen“. Doch muss jeder selber für sich entscheiden, wie er sein Leben lebt und was er damit noch erreichen möchte.

Was sagst ihr dazu, wie steht ihr zu dem Thema? Was sind eure Erfahrungen und Eindrücke dazu und wie geht ihr mit der Gesamtsituation um?

13 Kommentare

  1. Huhu^^Ich hab deinen Blog entdeckt und mich gleich mal ein wenig umgesehen.
    Dein Thema ist ein viel disktuiertes in der M/A Szene wenn ich es mal so nennen. Ich lese/sammle mangas seit nun mehr als 12 Jahren hab also auch die ganze Entwicklung mitbekommen. Sagen wir es mal so auf jeden fall beginnen sich die Mangas zu etablieren – ich war neulich in so einem kleinen Geschäft und sogar da stand ein Drehständer mit Mangas^^ Hat mich natürlich total gefreut^^ Aber zurück zum Thema: Ich glaube egal welches Hobby du intesievst betreibst, sei es nun Briefmarken sammeln oder Mangas lesen, es wird immer jemanden geben der einen „dummen“ Spruch los lässt. Ich denke aber es ist falsch sein Hobby zu verstecken. Letztlich fällt es doch späterstens „auf“ wenn dich jemand besuchen kommt, oder? 😉 Es gab auch bei mir eine Zeit lang wo ich niemandem von meinem Hobby erzählt habe, und auch jetzt mit 24 fast 25 Jahren ist es ein wenig schwer XD, aber ich gehe trotzdem damit sehr locker um^^ Alle meine Freunde wissen über mein Hobby, manche schauen hin und wieder einen Anime oder haben schon mal was von Mangas gehört – aber niemad hat mich jemals wegen des Hobbys blöd angemacht^^ sind ja auch meine Freunde wäre schlimm wenn doch oder? 😉 Und die Leute die sich wegen deinem Hobby nicht mit dir unterhalten oder dumme Sprücke los lassen, mit denen gebe ich mich nicht ab.^^

  2. ich stimme meiner Vorposterin zu!

    Sein Hobby zu leben ist ein wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung wenn du mich fragst, ich bin auch schon auf den Spruch wie „Anime-Pornos“ gestoßen.
    Und ich habe es geschafft meine Mitschüler vom Gegenteil zu überzeugen, und falls sie jemand auf Manga und Anime anspricht, können sie meinen Namen nennen.
    Die Gesellschaft muss einfach damit konfrontiert werden um den ganzen Zusammenhang was die Thematik angeht, zu verstehen.
    Wenn wir uns verschließen wird es eine schwächere oder gar keine Entwicklung geben können.

  3. Ich hab das nur zu oft miterlebt -__- das Schlimme daran waren nicht die Fremden im Bus oder Zug, die blöd rumgemault haben als sie mich mit Manga gesehen haben, sondern ein alter Bekannter von mir. Er war selber mal Fan, aber hat mich nach nen langen Treffen total verarscht, was du siehst und liest immer noch diesen Kinderkram etc… ist doch nicht sein Problem. Jedenfalls fand ich sowas nach so langer Zeit echt daneben.

    So an sich ist mir mein Hobby keineswegs peinlich oder sonst was, aber wenn man mich nicht gerade fragt ob ich Fan bin, sag ich auch nichts darüber. Genauso, wie man nicht jeder x-beliebigen Person erzählt was es zu Mittag gab. Ich respektiere Leute, die nicht Fan sind und denen will ich eigentlich nicht etwas aufdrängen, das sie nicht möchten. Trotzdem ist durch Facebook vielen heutzutage schon klar, was ich mag, früher kam es eher raus, weil ich andauernd gezeichnet habe. Aber sie haben gleichzeitig auch ein total verquertes Bild von Anime/Manga Fans. In mein Wohnheim hab ich eigentlich nur meine Kenshin Bände mitgenommen, weil ich die wieder lesen wollte und gewusst habe, dass ich am Ende des Jahres sowieso wieder doppelt so viel heim schleppen muss, aber die geringe Anzahl hat eine Freundin von mir total enttäuscht und ich musste ihr versichern, dass ich daheim viel viel mehr habe. xD

    Ich glaube auch bei Cosplayern kommen nicht nur die negativen Vorurteile in den Köpfen heraus, sehr viele sind auch begeistert 🙂 einmal auf den Weg zu einer Con hat eine Oma sich mit ein paar Cosplayern unterhalten und wurde in die Wunder von Anime/Manga eingeweiht. Das fand ich recht amüsant. Auch habe ich vor kurzen mitbekommen, dass es doch viele Fans gibt. Ich habe einen Comiczeichenwettbewerb gewonnen und dort eben eine Seite im Mangastil abgegeben. Ich hab bei der Preisverleihung total viele Kommentare gehört wie „Woah, das sieht aus wie ein richtiger Manga“ und zwar von Erwachsenen. Die Jüngeren waren sowieso alle begeistert 🙂 sie sind doch damit aufgewachsen, aber diese positive Aussage von jemand Älteren hat mich total gefreut. Mangas und Animes sind heutzutage schon ein richtige Begriffe, die von allen verstanden werden, vielen missverstanden und von genauso vielen geschätzt werden. Ich finde kein Hobby auf der Welt ist es nicht wert dazu zu stehen. Ist doch Teil der eigenen Persönlichkeit

    P.S. und danke für das Lob :“) Ich freu mich immer, wenn ich Leute zum zeichnen bringen kann. Ich sebst bin total verrückt danach ~

  4. Stark wie du deine Meinung vertritts und dich von der ausenwelt nicht beeinflussen lässt..Diese Animes nanana …Dabei find ich manche schon fast besser wie forest gump,titanic und der soldat james ryan zusammen….es ist letztendlich das gleiche nur sehen die meisten nur die kindlichen figuren und schauen nicht unter den schleier der Gesellschaft….Das ist aber die Kunst des Animes spielerisches beibringen tiefer philosophie.Es sollte kein zwang da sein kollegial zu denken sondern viel mehr den menschen die freiheit gegeben werden ihren individuelen gedankengang zu gestalten ich meine was hat es damit auf sich?Animes haben manchmal solche storylines wie sie kein hollywoodfilm auf die wand zaubern könnte..aber auch da denke ich das das medienhaus seine finger im spiel hat,sonst würde diese qualität viel ehrlicher präsentiert werden und es würde einen pikachu oskar geben..

  5. Unser Hobby hat es ganz schön schwer in der Öffentlichkeit.

    Und hat sich das nur sich selbst zuzuschreiben.

    Diverse Umstände zwingen mich dazu, Anime zu unmöglichen Zeiten und in unmöglichen Situationen zu gucken. Vor allem im Zug. Meinem tragbaren Videoplayer sei Dank ist das auch kein großes Problem, nur: es gibt Anime, die ich jeden Wildfremden mitgucken lassen würde und es gibt Anime, da würde ich am liebsten im Boden versinken wollen, wenn jemand auch nur einen Blick auf den Bildschirm erhaschen würde. Und nein, ich rede nicht von Hentai, ich rede von Anime, die ihr als völlig harmlos einstuft. Lucky Star z.B. oder als aktuelles Beispiel Croisée. Final Approach z.B. habe ich jedes Mal abgeschaltet, wenn sich jemand im Abteil auch nur bewegt hat.

    Mal Hand aufs Herz: Ist es normal, wenn erwachsene Männer verzückt auf Zeichnungen von erröteten, kleinen Mädchen starren? Ist es normal, solche Plastikpuppen zu sammeln? (Bonusfrage: Ist es auch normal, solche Sammlungen zur Schau zu stellen?)

    Es gäbe kein Problem, wenn das alles im stillen Kämmerlein geschieht. Aber die Leute wollen an die Öffentlichkeit und gehen da auch hin. Und das ist der Fehler. Denn diejenigen, mit denen sie sich austauschen, sind selbst genauso und damit ist der Teufelskreis perfekt. Denn „normale“ Anime sind entweder zu alt oder werden zu selten produziert, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Populär sind die Anime, für die ich mich in der Öffentlichkeit schäme (aus naheliegenden Gründen) und na ja, nur das, was populär ist, schafft es letztendlich auch zu uns.

    Schon komisch, wie das Klischee „Anime sind pervers“ doch nicht so falsch ist, wie man es gerne hätte, gell?

    Zum Klischee „Anime ist Kinderkram“ – tja, es ist nun mal so, dass es in Anime (und Manga) hauptsächlich um Kinder und Jugendliche geht. Schaut euch mal an, was in den letzten 2 Jahren erschienen ist und versucht mal, die Titel abzuzählen, in denen Kinder und Jugendliche nicht im Vordergrund stehen. Wenn ihr mehr braucht als 10 Finger, dann habe ich wohl Tomaten auf den Augen. Kinder und Jugendliche machen natürlich auch nur Dinge, die Kinder und Jugendliche machen, sie träumen von Dingen, von denen Kinder und Jugendliche nun mal träumen und haben auch nur Probleme, die Kinder und Jugendliche nun mal haben. Für einen uneingeweihten Außenstehenden ist damit alles gesagt und schon ist die Meinung gebildet.

    Oft sind eben nicht (nur) die anderen bzw. irgendwelche bösen, zwielichtigen Gestalten schuld.

  6. Also ich verstecke mein Hobby eigentlich nie so wirklich und habe kein Problem damit, es auch in der Öffentkeit auszuleben. Immerhin war ich schon mehrmals mit Daki in der Stadt, mit einer Luftmatratze (mit Daki Motiv) am Strand und auch mehr als nur einmal habe ich Figuren Fotoshootings mitten in der Innenstadt gemacht. Von einigen dieser Aktionen gibt es ja sogar Bilder auf meinem Blog (*Schleichwerbung macht*). Was für Reaktionen ich von meiner Umgebung während dieser Aktion bekam? Eigentlich durchweg positive. Während meiner Figuren Shootings in der Innenstadt hat mich nie einer blöd angeschaut, maximal waren sie interessiert an dem, was ich da tat. Sie wollten außerdem auch alle unbedingt Fotos meiner Figuren machen. ^^‘ Mit einem Daki an sich wird man blöd angestarrt, das ja ist auch klar, einfach, weil es ein übergroßes Kissen ist. Mit meiner Luftmatratze mitten am überfüllten Ostseestrand kamen jedoch komplett positive Reaktionen und die meisten waren sogar eher noch neidisch.

    Vielleicht ist Rostock einfach nur eine sehr tollerante Stadt, oder ich hatte einfach nur Glück und bin den „richtigen“ Leuten begegnet, aber meiner Erfahrung nach ist das eigene Hobby nur so peinlich, wie man sich selbst damit verhält. Wenn man das alles zu Hause versteckt und angst hat, dass es jemand sehen könnte, dann wird es einem eigentlich erst peinlich und das ganze bekommt für andere so einen verruchten tough. Lebt man es jedoch offen und mit vollem selbstbewusstsein nach außenhin aus, merken das andere und finden es weniger anrüchig und eher interessant, so nach dem Motto: „Wow, wenn der so offen damit umgeht, muss es dafür doch einen Grund geben“.

    Ich sage es ja immer wieder, die wirkliche Kritik, kommt meist eher aus den „eigenen“ Reihen. Wenn ich mit Fanartikeln durch die Stadt laufe, sind alle Reaktionen, die ich von meinen Mitmenschen mitbekomme, eher positiv. Wenn ich so eine Aktion dann jedoch auf meinem Blog poste, finden sich immer welche, die das schrecklich, kindisch, oder sonst was finden.

  7. Hallöle,
    die leute, die diese Sätze sagen („Das ist doch kindisch“… ect.), haben sich nie wirklich damit beschäftigt. Meistens sind es auch Leute, die keine Ahnung haben, wie verletzend diese Aussage sein kann. (ôo) Früher habe ich das ein wenig versteckt, aber heute bin ich selbstbewusster und zeige, was für ein Animanga Freak ich bin! In meinem Satzbau gehören schon sachen wie „Chi“ (z.b. betone ich es als freudenausruf), „möööp“, „pupui“ und noch andere wörter, die ich einfach sage. zuhause mehr, aber in der schule mache ich es auch und es stört keinen. =) klar haben mich manche gefragt, wieso ich solche sachen sage oder wieso ich manche bewegungen nachmache, die typisch für animangas sind, aber iwie haben mich alle so akzeptiert. ich akzetiere sie, so wie sie sind und sie mich. und das sind dann auch meine freunde. andere, die das nicht verstehen, was will ich von denen?
    man braucht sich nicht zu verstcken, denn iwie sind mangas schon in deutschland kult geworden. manche wissen zwar immernoch nicht den unterschied zwischen amerikanischen comics und mangas, aba was solls…. ich stehe dazu und damit basta! (^_^)
    lg, anzu

  8. Ich habe das Glück, das meine Familie das akzeptiert (meine Mum kauft mir Mangas,Animes,Fanartikel, meine Sis ist selber Fan) und ich auch auf meiner Schule und in meiner Umgebung im allgemein recht viele Anime-Fans kenne. Trotzdem kommen immer wieder welche an, die denken sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, und geben die beliebten Sprüche a lá “ Äh, du guckst Pronos?‘, ‚Das ist doch Kinderkacke‘, „Werd erwachsen“ etc. ab.
    Das beste, was mir bislang untergekommen ist, ist ‚ Äh? Bist du ein Nazi, oder was?‘ (ja…der Kerl kannte sich gut damit aus ;P). Ich habe mitlerweile aufgegeben, denen zu erklären, was es jetzt wirklich damit auf sich hat, und das es genau wie bei Büchern,Filmen etc allemöglichen Genres gibt. Okay, wenn die Person interessiert scheint, erkläre ich der auch ein bissel was, aber die meisten sind ziemlich festgefroren in ihrer Meinung.
    Ich cosplay auch einfach mal in der Stadt, zusammen mit Freunden. Manchmal wird man komisch angeguckt, über einen wird getuschelt, allerdings erlebe ich auch viel posetives. So fragen mich welche, warum ich mich so anzieh (‚Ist grade i-wo eine Party?‘) und wollen mehr drüber wissen, viele machen ein paar Fotos.Einmal kam ein kleines Mädchen, und wollte mit mir fotografiert werden. Auch habe ich dadurch schon rabatt bei ’nem Kiosk und bei einem Riesenrad bekommen.

    Ich verstecke mein Hobby also nicht. Und wenn übre mich gesprochen wird, weil ich ja auch so verrückt udn kindisch bin, ignoriere ich das meist. Es ist aber recht lustig, wenn die sich immer so aufplustern und trotzdem keine Ahnung haben XD

  9. Also in meinem Umfeld wird das eher als abnormal und befremdlich angesehen. Bei denen ist eher so das übliche Programm am laufen: am besten jedes Wochende sein ganzes Geld für Alkohol in der Disco ausgeben und dabei zu mieser Musik abgehen oder jeden Tag stundenlang vorm PC zocken.
    Das einzige was die davon sehen ist Beyblade oder Pokemon ;so ein SCHEISS, und natürlich Hentai! Die glauben ernsthaft das ich nichts anderes mache als den lieben-langen-Tag vorm PC zu fappen! Einige glauben das sei ein Fetisch oder eine schwere Störung, diese Spießer

  10. Also ich lebe für mein Hobby und ich bin 18 es ist mir egal was die anderen sagen alle aus meiner Klasse können damit nichts anfangen und sagen ich würde nachts im Wald Bäume verprügeln ^^. Dennoch ich bin und Bleibe Anime/Manga Fan egal wer was dagegen sagt :3.

  11. Ich muss sagen, dass ich früher auch versucht habe mein Hobby geheim zu halten, was aber sicher daran lag, dass es mir vielleicht selbst etwas peinlich war. Keine Ahnung. Aber mittlerweile (bin jetzt 22) bin ich um einiges selbstbewusster und mache ich mir keinen Kopf mehr darüber und die Leute stört es auch nicht wirklich. Ab und zu kommt mal ein Seitenhieb von Eltern oder Bruder, aber das ist nicht böse gemeint.

    Das Beste war neulich erst ein Kumpel aus der Berufsschule, als ich auf meinem Smartphone nen Animeblog angeschaut hatte. Und er nur mit etwas lauterer Stimme beim Anblick eines ganz normalen Bildes meinte: „Ist das nicht Manga-Porno?“ Das fand ich etwas respektlos, aber naja…

    Auch wenn ich nach meiner Lieblingsmusik gefragt werde, sage ich nicht unbedingt, dass ich fasst den ganzen Tag J-Rock/Pop höre. Ich bleib dann eher bei normalen Rock und so. Vielleicht versuch ich dadurch der Erklärung aus dem Weg zu gehen, keine Ahnung.

    Ich find’s nur manchmal blöd, wenn ich mich selber versuche für die Hobbies von anderen zu interessieren, damit ich mit denen was unternehmen kann, sich aber keiner von denen mal für meine Hobbies interessiert. Überhaupt noch nicht einmal nachfragt.
    Das liegt vielleicht, wie du sagst, Vigi, an der Informationspolitik. Aber damit haben nicht nur Otakus, wie wir zu kämpfen. Da geht es den Metal und Punk Rockern und Porzellanpuppensammlern sicher genauso.

    Selbst die Modellbauer bekommen ne eigene Sendung auf DMAX. Warum gibt es keine Sendung über Cosplayer und Con-Besucher auf Deutschlands „Männersender“? Sind jetzt Modellboote männlicher, als Ecchis und Harems schauen?
    Im Zeitalter des digitalen Fernsehens bekommt jede bescheuerte Gruppierung ihren eigenen Sender (siehe „ServusTV“ und „BibelTV“), aber es gibt kein „AnimeTV“ oder „OtakuTV“? Wie sollen denn die Leute darüber bescheid wissen, wenn sie bloß die ominösen Reportagen auf RTL sehen?

    @Yannik: nachts im Wald Bäume verprügeln WTF?

  12. Ich muss Shino Bakura voll und ganz zustimmen mit der Sache, wie man selber damit umgeht/zu der ganzen Sache steht, kommen dem entsprechende Reaktionen wieder.
    Die meisten vergessen, dass die Modellbauer und Lokomotivführer im Keller in eine Fantasiewelt versinken. Wir begeben uns nur in eine schon vorgefertigte Fantasiewelt. Diese sagt eigentlich das selbe aus, wie die TV-Serien „V-Die Besucher, Eureka , Supernatural“, oder die Filme wie „Twighlight und Harry Potter“. Nur sind das bei uns keine Realfilme, oder Romane, sondern es ist alles gezeichnet.
    z.B. Supernatural: Die TV-Serie wird an erkannt, aber der Manga nicht?

    Ich habe noch keine Schwierigkeiten gehabt zu zeigen, was ich mag (nicht explizit gesagt „Manga/Anime“).
    Ich habe so wie so das glück, dass die Frau meines Vaters (nicht meine Schwieger/Mutter) ein „Ghibli“-Fan ist.
    Bevor ich letztens Geburtstag hatte, kamen eben die Fragen, was ich mir wohl wünsche (das war die Zeit, wo ich mich mit Animes auseinander gesetzt habe).
    Unter anderem habe ich dann Mangas und ein Nendoroid augezählt. War erst am überlegen, ob ich Dakimakura mit aufzählen sollte, habe es dann aber doch gelassen. ^.^
    Mit den Mangas, die ich von meinen Eltern bekommen habe, gab es keine Probleme, nur der Rest der Familie wollten die mal sehen (durfte denen erst mal sagen, dass man die von hinten nach vorne liest XD). Meinen Nendoroid gab es zwar nicht Q.Q aber einen lustigen Kommentar:“Ich dachte, Jungen in deinem Alter (19) brauchen/möchten/halten Ausschau nach anderen, größeren Puppen, die man nicht nur hinstellt und sammelt.“

    Mit meinem (kleinen) Freundeskreis gehe ich auch offen damit um. Erst vor ein paar Tagen habe ich die Zusammengetrommelt und haben uns H.O.T.D. rein gezogen (sind mächtige „Resident Evil-Fans“).

  13. Hey zusammen :3
    Also ich kann mich bei den meisten Meinungen hier definitiv anschließen. Es ist leider nun mal so, dass 99% von den Leuten, die dann anfangen mit den blöden Kommentaren, einfach keine Ahnung haben. Sie sehen die Anfänge von Anime, die die meisten eben gesehen haben, als sie kleiner waren und sagen dann dem entsprechend: „Was ein dämlicher Kinderscheiß!“ Ich bin seit vier Jahren Otaku mit Leib und Seele. Ich cosplaye, sammele Mangas und gucke Anime. Ich höre hauptsächlich japanische Musik. Ja. Ich bin stolz darauf. Natürlich. Das Problem ist aber: Inzwischen habe ich schon so viele blöde Kommentare abbekommen, auch von ein paar Leuten meiner Familie, muss ich zugeben ( „Anime? Das sind doch diese anormalen Pornos!“). Inzwischen habe ich meinem Freundeskreis und meiner Familie das erklärt und sie verstehen und akzeptieren es.
    Allerdings kommen eben diese Kommentare, die manchmal wirklich verletzend sind… Wir waren auf der Yukon in Solingen und sobald wir die Con verließen, um noch schnell als Abschluss in den Thalia zu gehen (mussten wegen einer Freundin früher gehen, daher der Abstecher und natürlich in vollem Cosplay) wurden wir auf der Straße blöd angemacht von irgendwelchen Jugendlichen, die dann meinten, dass wir sie nicht alle hätten und total gestört seien. Allein das macht einen schon fertig (war nicht das erste Kommentar und eines der heftigsten) und da wird man nach einer Zeit ziemlich empfindlich und beginnt, einfach um einer Konfrontation zu entgehen, sich zu verstecken. Nur vor meiner Klasse (wobei die auch nichts von meinem Cosplay wissen), meinen Freunden und meiner Familie verstecke ich es nicht. Wenn mich jemand darauf anspricht, überlege ich mir dreimal, ob ich es sagen soll oder nicht.
    Ich weiß, ein Hobby gehört einfach zu einem und ich liebe dieses Hobby einfach, allerdings bin ich auch ein nicht sehr selbstbewusster Mensch und kann dann eben nicht einfach sagen: „Ja, Leute, seht her, hier seht ihr einen Cosplayer!“ Natürlich, es stimmt schon, es ist nicht richtig, sich zu verstecken. Aber manche Menschen können solchen Kommentaren eben nicht so einfach standhalten und einfach wegsehen/weghören.
    Ich schäme mich nicht deswegen. Keineswegs. Aber ich zeige es nicht jedem. So hat man eben sowas wie zwei Personen in einem: Die einen kennen mich als Cosplayer, die anderen als „normal“. Und die, die mich verstehen und die mich kennen, die kennen eben meine beiden Hälften und schätzen sie als Ganzes. Und DAS nennt man dann richtige Freunde.

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