Mangaka! Von der Idee zum Manga

Manga Mangaka

Es ist doch so, wir lesen alle gerne nen guten Manga.

Wissen auch das diese von sogenannten Mangaka gezeichnet werden. Aber wie?

Das ist die Frage, wie wird aus einer Idee ein ganzes Kapitel in einem Manga? Das versuche ich jetzt mal zu erläutern. Von der Idee bis zu den einzelnen Seiten.

zuerst mal muss gesagt sein, dass es viele verschiedene Arten des Zeichnen gibt. Man kann alles am PC machen mit den entsprechenden Programmen, mit einem Grafik-Tablet oder wie die meisten Mangaka es handhaben, typisch mit einem G-Pen und normalem Zeichenpapier.

Als erstes kommen die Dialoge. Diese werden oftmals separat auf einen Notizblock geschrieben um sie nicht gleich wieder zu vergessen. Danach wird skizziert.  Hier kann noch viel radiert neu gestaltet und ausgebessert werden. Es wird angezeichnet, welcher Charakter wie zu stehen hat, wo der Text zu sein hat und wie die Panel Aufteilung ist.

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Ist man dann mit der Aufteilung und Positionierung der Charaktere fertig, wird es auf ein neuen, sauberes Blatt übertragen zuerst der Text übertragen. Dieser muss dann direkt an der richtigen stelle stehen, wie es auch im Original sein soll. An diesem Text kann man sich dann gut orientieren, wenn man die einzelnen Charaktere zeichnet.

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Jetzt wirds ernst. Es müssen die Charaktere gezeichnet werden. Wie ein Charakter gezeichnet wird wissen hier sicher auch viele. Zuerst der Kopf, dann der gesamte Körper und zum Schluss die Details.

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Steht soweit alles, geht es ans Säubern und nacharbeiten. Vorallem müssen die Linien nachgezogen werden. Das wird hauptsächlich gemacht, um mehr Kontrast zu schaffen und damit der Druck keine helleren und dunkleren Stellen aufweist. Auch werden weiter Details in das Bild eingearbeitet um es nicht “billig” wirken zu lassen. Da gibt es meiner Meinung nach genug Mangaka die hierauf keinen großen Wert legen, echt schade. Ist man damit fertig, sollte das so ungefähr aussehen.

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Nun teilt sich die Meinung ein wenig, des jetzt kommt das rastern und ausarbeiten. Viele ältere Mangaka schwören darauf das mit Rasterfolie zu machen, alles per Hand. Neuere machen das meist am PC mit einer speziellen Software. Das Ergebnis sieht dann hinterher so aus.

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Ach ja, bevor gleich Leute losschreien, das ich hier Hentai zeige nur weil man in dem Beispiel die Brüste sehen kann, den soll gesagt sein, dass ich mich mit Absicht dafür entschieden habe diese Stellen nicht zu zensieren indem ich da z.B. nen schwarzen Balken drüber lege oder die Brustwarzen mit Kleeblättern bedecke weil es einfach lächerlich ist.

Ein gutes Beispiel ist hier eine Seite aus dem Manga Ranma 1/2, welcher ohne Altersbeschränkung ist. Hier sind häufig die Brüste von Akane oder Ranma (weiblich) zu sehen. Ich glaube das hat damals keinem Kind geschadet solche Bilder zu sehen. Da sind die Mädels auf der ersten Seite der “Bild”-Zeitung wesentlich erotischer und diese findet man auch ohne Altersbeschränkung an jedem Kiosk und jeder Kasse. Das nur um kurz das Thema “Zensiert” anzusprechen.

Was man noch über Mangaka sagen sollte ist, dass sie nicht alleine an den Mangas arbeiten. In der Regel arbeiten sie mit 3-5 Assistenten zusammen. Diese sind zuständig für das Rastern, die Hintergründe, die Detais und die Schattierungen.  Man braucht die Assistenten um die Kapitel fertig zu bekommen. Der Job ist echt kein Kinderspiel, es geht viel Zeit dafür drauf und man hat ständig den Zwang, kreativ zu sein um die Story weiter zu entwickeln. So sehe ich das zumindest, was ja meine eigene Meinung ist. Wie steht ihr dazu? Könntet ihr euch ein Leben als Mangaka vorstellen?

Und ich habe auch keine Angst, das mein Blog wegen der pics geschlossen wir, um damit eine Querverbindung auf den Blog von Shino Bakura herzustellen und seinem Thema “Meine Seite zu pervers für das Internet?”.

3 Kommentare

  1. Bakuman! Comic Party 😀 Ach, ich liebe diese Mangas über das Mangaka-Dasein, wobei der zweite sich ja mehr mit der Doujinshi-Branche beschäftigt. Nachdem ich Comic Party gelesen hatte, gab es in den Bereich sehr lange nichts spannendes mehr, die Leute haben einfach immer wieder dasselbe in diversen Variationen über das Mangaka-Dasein veröffentlicht, doch Bakuman war da ein Licht am Ende des Tunnels mit viel neuer Information 🙂 Und von daher, mal die Frage woher du deine Infos hast? Intressiert mich mal ~

    Die Erklärung ist verständlich und gut gemacht, aber da ich mich ja schon auskenne kann ich leider nicht mehr dazu sagen. Aber bei sowas halt ich Zensur nur für lächerlich… dasselbe gilt auf deviantart… jedes nackte Wesen wird gleich als mature content eingestuft -_- versteh einer die Amis, da gibts doch noch ganz andere Sachen, wo eine Zensur wirklich angebracht wäre. Hast du das eigentlich selbst gezeichnet?

    Ich könnte mir ein Leben als Mangaka vorstellen, aber ich glaube sowas ist in Deutschland, Östereich, Frankreich, Italien etc… noch härter als in Japan. Ich finde es aber erstaunlich, dass sich troztdem überall solche Zeichengrüppchen gebildet haben mit Pink Diary aus Frankreich oder Dramacon aus Amerika sind sogar Titel übersetzt worden und bei uns zum Kauf erhältlich, neben den ganzen Standardvölkchen der deutschen Zeichner. Einzig und alleine mit den Vorurteil, dass alle Mangas, die nicht aus Japan kommen -_- keine Mangas sind… regt man mich auf. In Dramacon hat ein Charakter einen echt tollen Vergleich gemacht 🙂
    “Und was wenn eine Pizza nicht von einen italenischen Pizzabäcker gebacken wird, ist sie deshalb keine Pizza?” Wer weiß …

  2. Ich könnte mich schon als Mangaka sehen, nur bin ich nicht all zu kreativ. Ich würde auch kein Manga raus bringen, der nur (sagen wir mal) über drei Bände geht, dessen Storry schlecht, oder eben so aufhört. Das wäre meine Schwierigkeit zu überwinden. 😀

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