Von Vorurteilen und dem Fünkchen Wahrheit

Trauer

Ich muss schon sagen, dass das Thema Vorurteile recht interessant ist.

Die Vorurteile gegenüber den Anime-Fans ist ja nichts geheimes. Solche Leute sind kindisch, werden nicht erwachsen, bekommen keine Freundin, sind Stubenhocker und verbringen die meiste Zeit am PC oder Fernseher und leben abgeschottet. Die meisten Otakus würden das natürlich abstreiten, da die Vorurteile alle negativ besetzt sind und keiner will von vornherein negativ bewertet werden, verständlich. Die Frage ist, woher kommen diese Vorurteile? Vielleicht von Neidern, die uns unser Hobby nicht gönnen? Von Hatern die gegen alles irgendwas haben? Oder aus dem eigenen Bekanntenkreis?

Ich weiß es nicht, aber ich glaube, dass die Vorurteile nicht ganz unbegründet sind und das sage ich als Anime Fan. Ich glaube auch, dass viele von uns zu viel Zeit am Computer sitzen, vielleicht sogar fast die ganze Freizeit. Dadurch schottet man sich automatisch ein wenig von der Aussenwelt ab. Wenn man jetzt weiter schlussfolgern möchte, dann kann man auch sagen, dass es dadurch schwieriger wird, ein/e Freund/in zu finden. Sind dadurch die Vorurteile schon bestätigt?

Nehmen wir als Beispiel das Thema von letzter Woche Dienstag “Das Treffen der Otaku”. Es war zwar nur eine fixe Idee, aber ich hätte nicht gedacht, dass das Ergebnis so negativ ausfällt. Nur einer der sich eingetragen hat. Einer von 897 Leuten, die diesen Artikel gelesen haben. Sind wir nun alle Stubenhocker, ohne oder nur mit eingeschränkten sozialen Kontakten? Das kann und möchte ich so nicht stehen lassen oder verallgemeinern.  Doch warum hat nur einer Interesse gezeigt? Gute Frage, darauf habe ich leider noch keine Antwort.

Es ist natürlich möglich, jedoch unwahrscheinlich, dass keiner an den vorgeschlagenen Terminen Zeit hatte. Auch ist es möglich, dass nicht konkret genug war oder man einfach vergessen hatte sich einzutragen. Ja oder man hatte einfach keine Lust sich mit anderen zu treffen. Ich weiß es nicht. Doch stärkt vor allem die letzte Hypothese aus meiner Sicht das Vorurteil, dass unsereins alleingängerisch ist und lieber innerhalb den eigenen vier Wänden bleiben will. Mal abgesehen von den Cons, wo es ja schon fast “Pflicht” ist als “Otaku” zu erscheinen. Sollte das Vorurteil kein Vorurteil sein, würde ich mich schon bald anfangen zu schämen, mich als Otaku zu bezeichnen. Den die Vorurteile treffen auf mich subjektiv betrachtet nicht zu.

Aber nun zu euch, wie steht ihr zu dem Thema? Denkt ihr da ist was wahres dran oder ist es doch alles nur Verschwörung gegen die Fans von Animes und Mangas? Ihr seit gefragt.

6 Kommentare

  1. “sind Stubenhocker und verbringen die meiste Zeit am PC oder Fernseher und leben abgeschottet. ”
    Mit den Vorurteil kann ich gut leben, aber die Punkte davor dann eher doch nicht. Verstehe auch nicht was an Stubenhocker nun so negativ sein soll.

    Eher ist es so, dass ein “Normalo” nicht nachvollziehen kann wie man soviel Zeit in dieses Hobby stecken kann, oder dass man mehr Zeit in den eigenen 4-Wänden verbringt als wie jeder “normale” Mensch mit seinen Freunden. Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht~
    Viele sind viel zu voreingenommen gegenüber anderen Lebensweisen, deshalb machen sie sich darüber lustig weil sie es eifnach nicht besser wissen.

    “Sollte das Vorurteil kein Vorurteil sein, würde ich mich schon bald anfangen zu schämen, mich als Otaku zu bezeichnen.”
    Otaku ist sowieso keine Bezeichnung mit der man sich rühmen sollte, und wenn du dich dafür schämst mit RL-losen Moe-Liebhabern gleichgesetzt zu werden dann bezeichne dich nicht als Solcher. Gewisse Vorurteile machen diese Kategorisierung eben aus.

    1. Ich schäme mich nicht ein Otaku zu sein, sonst würde ich mich nich so nennen bzw den Blog hier haben 😉
      Nur das Voruteil “RL-losen Moe-Liebhabern” sollte mal aus der Welt geschafft werden. Nun die 100.000€ Frage, wie? Gute Frage. Leute aufklären, ihnen das Gegenteil beweisen. Kann man etwar kein Otaku sein und RL haben? Ich wär da aus meiner Sicht ein gutes Beispiel. Ich bin fast jeden Tag bei Kollegen oder sie bei mir. Nur wenn ich allein bin, opfere ich meine Zeit für Animes und das auch gerne.

      1. “Nur das Voruteil „RL-losen Moe-Liebhabern“ sollte mal aus der Welt geschafft werden.”
        Ich bin relativ sicher, dass der Großteil der Otakus eben SOLCHE sind. Das ist mitunter ein bestätigtes Vorurteil.

        “Leute aufklären, ihnen das Gegenteil beweisen.”
        Hier in Deutschland ist der Begriff Otaku sowieso nicht dem Durschnittsbürger geläufig, somit gibts das Vorurteil praktisch nicht. In Japan könntest du da wohl Glück haben, wobei man einem schon beim Versuch sich zu verteidigen ausgelacht werden würde.

        Wieso überhaupt Leuten das Gegenteil beweisen? Was interessiert dich das Denken Anderer?

      2. “Wieso überhaupt Leuten das Gegenteil beweisen? Was interessiert dich das Denken Anderer?”
        ->Würde es mich nicht interessieren, würde ich wohl kaum einen Blog haben und dann auch Kommentare zulassen. Ich glaube das es nicht stimmt, wenn man sagt, dass es mir egal ist was andere denken. Auch wenn nur unbewusst, es beeinträchtigt einen schon denke ich. Der Mensch bleibt halt ein soziales Lebewesen.
        „Nur das Voruteil „RL-losen Moe-Liebhabern“ sollte mal aus der Welt geschafft werden.“
        Ich bin relativ sicher, dass der Großteil der Otakus eben SOLCHE sind. Das ist mitunter ein bestätigtes Vorurteil.
        ->Da gebe ich dir völlig recht. Auf viele mag das zutreffen, kann man es den deswegen direkt verallgemeinern? Gute Frage…
        Wenn man nach der Definition geht, dann ist ein Otaku nichts anderes als ein Mensch, der viel Zeit und Geld für sein Hobby ausgibt. Das muss nicht mal zwangsweise Anime sein. Man interpretiert da nur zu viel hinein denke ich.

      3. “Würde es mich nicht interessieren, würde ich wohl kaum einen Blog haben und dann auch Kommentare zulassen. ”

        In dem Punkt habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
        War eher darauf bezogen, dass man sich solche negativen Vorurteile nicht annehmen muss. Mir persönlich kann es ja relativ sein ob man mich nun für einen realitätsfernen Freak hält der 2D-Waifus dem 3D vorzieht hält, ich kenne meinen Standpunkt und wenn andere sich diesen anhand einer Verallgemeinerung festigen dann brauch ich gar nicht erst versuchen diese vom Gegenteil zu überzeugen.

        “Man interpretiert da nur zu viel hinein denke ich.”
        Das ist schon treffender. Aber das ist eben wieder typisch Mensch (;

  2. ShiKur0 hat das schon sehr schön gesagt. Normalos finden doch eh immer alles abartig und merkwürdig, was auch nur ein wenig von der Norm abweicht. Meiner Meinung nach oft aus Neid, weil sie selbst viel zu stink normal sind und neidisch darauf sind, dass andere ihr Leben einfach so ausleben, wie sie es wollen und nicht so, wie es ihnen von anderen vorgegeben wird.

    Nur drängt sie der Druck in der Gruppe dazu, genau diese üblichen Verhaltenweisen beizubehalten und jeden zu verdammen, der anders ist.

    Ich meine ja, ich bin ein Stubenhocker und ich stehe eher auf 2D als auf 3D, na und? Dann sitze ich halt vor dem Pc, zocke Games, schaue Animes und ziehe mir Ecchi Bilder von 2D Charakteren zu Gemüte. Ist das so viel verrückter, als den ganzen Tag draußen “rumzulungern”, nicht zu wissen, was man mit siner Zeit anstellen soll, unterschichten Fernsehen (RTL) zu schauen und sich Pornos reinzuziehen?

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