Zuletzt gesehen: Tokyo Magnitude 8.0

tokyo_magnitude anime

Ein Anime, der etwas anderen Art!

Ich glaube, dass ist das erste mal, dass ich etwas über einen Anime schreibe, der nicht gerade neu rausgekommen ist. Doch für diesen Anime lohnt es sich!

Für mich ist der Anime neu, auch wenn er das für die meisten sicher nicht ist. Gekauft, weil er bei Amazon immer 5/5 Sterne bekommen hat und das Thema ja recht Aktuell ist, war doch letzte Woche Jahrestag der Katastrophen in Japan. Habe eben die  letzten 3 Folgen gesehen und mich dazu entschlossen, jetzt genau diesen Artikel zu schreiben. Es war einfach so ein starkes Verlangen, allen unwissenden den Anime etwas näher zu bringen. Ich versuche auch nicht zu spoilern, doch werde ich natürlich nicht ganz drauf verzichten können. Im Groben handelt die Story um Mirau und ihrem kleinen Bruder Yuuki. Sie sind gerade Unterwegs während plötzlich ein Erdbeben der Stärke 8.0 die Stadt erschüttert. Die Folgen sind verherrend und Mirai und Yuuki versuchen zurück nach Hause zu kommen.

Noch nie hat ein Anime mich dermaßen in den Bann gezogen und zum Mitfühlen verleitet wie dieser. Eine schreckliche traurige und ergreifende Geschichte.

Tokio Magnitude 8.0

Es fällt mir grad schwer, zu zeigen wie ergreifend die Geschichte ist, ohne zu viel zu spoilern, aber ich versuche es trotzdem. Die verzweifelte Suche nach den Eltern und die Angst, diese könnten beim Erdbeben um Leben gekommen sein. Das sie zwei der ca 350.000 Opfer sind, die das Beben gefordert hat. Die Angst nicht zu Hause anzukommen, das Miterleben der Qualen, die andere haben. Zu erfahren, wie viele ihre Familie verloren haben. Eine Katastrophe, auf die man nicht vorbereitet sein kann. Die alle Überfordert und an den Kräften zerrt und keine Pause kennt. Wie jeder weiß folgen auf ein Erdbeben immer Nachbeben, die fast genau so stark sein können. Eine Situation, die jeden an die Grenzen der physischen und psychischen Grenzen kommen lässt. Man kurz davor ist, die Kontrolle über sich zu verlieren und die Hoffnungslosigkeit von einem Besitz ergreift.

Ich habe diesen Anime auf dem Fernseher gesehen über meine Heimkino Lautsprecher. Ich rate jedem ab, sich die Serie einfach kurz am PC “rein zu ziehen”. Man sollte sie auf dem Fernseher sehen und entsprechende Boxen (und Subwoofer!) haben. Der Ton (nicht die Synchro) ist echt sehr sehr gut. Es hat richtig gekracht und gescheppert. Ein Wunder das sich meine Nachbarn nicht beschwert haben.

Tokio Magnitude 8.0

Leider waren die Animationen nur gut. Es fehlt leider überall an Tiefe und liebe zum Detail. Die Effekte sind gut umgesetzt, die Charaktere leider nicht so ganz. Unpassend zum genialen Ton und Storyverlauf. Wär die Animation besser, wär dieser Anime der zweite, der es bei mir auf 10/10 Punkten geschafft hätte. So bleibt Death Note ungeschlagen an der Spitze. Ich gebe dem Anime trotzdem mehr als verdiente 9/10 Punkten. Damit gehört er aber zu den sechs besten, die ich je gesehen habe. Habe ja bis jetzt auch erst 4 x 9 Punkte verteilt. Die kompletten Anime mit elf Folgen gibt es bei Amazon für 45€. Mit diesen elf Folgen ist der Anime auch abgeschlossen und es wird keine zweite Staffel geben. Hoffe wirklich das sich ein paar Leser entscheiden hier zuzugreifen. Es lohnt sich!

3 Kommentare

  1. “Noch nie hat ein Anime mich dermaßen in den Bann gezogen und zum Mitfühlen verleitet wie dieser. Eine schreckliche traurige und ergreifende Geschichte.”
    Mein Tipp: Schau Bokurano!

    Ich selbst habe damals mal Folge eins davon geschaut und sie als gut befunden. Weitergesehen habe ich das Anime dann aber nicht, da ich nicht motiviert war. Bei den Animes, die du sonst so schaust, kann ich aber gut verstehen, dass dir das hier besonders gefällt. Da deine Anime Auswahl sonst meist eher nicht so der Hammer ist und das hier halt eher schon wie eines dieser etwas besseren Animes erscheint.

  2. “Leider waren die Animationen nur gut. Es fehlt leider überall an Tiefe und liebe zum Detail.”
    Das hat aber nichts mit Animationen zu tun, sondern mit dem Detailgrad der Charakterzeichnungen. Animationen sind grob gesagt die gezeichneten Bewegungen, die in einem Bild vorherrschen und je mehr es davon gibt, desto besser animiert ist eine Szene dann. Ein Strich kann so zum Beispiel besser animiert als eine hoch detaillierte Charakterzeichnung sein.
    Viele Animatoren setzen sogar gerne auf ein simpleres Design, wenn komplexere/ausführendere Bewegungsabläufe gefragt sind, sei es aus Budget- und/oder Zeitgründen, weil sie einen distinktiven Stil pflegen, mit weniger Details eine wirkungsvollere Dynamik anstreben (siehe zum Beispiel hier) oder weil sie sich eben sonstige, “schauspielerische” Vorteile erhoffen, mit denen eine entsprechende Wirkung beim Publikum erzielt werden soll.

    Zum Anime selbst: Die Ansatze sind zwar durchaus lobenswert und auch sehr eigen (interessanterweise wurde der Anime sogar als eine Erdbebensimulation mit dem Wissen, dass in den kommenden Jahren ein verheerenderes Beben anstehen würde, konzipiert), aber an der Umsetzung hakt es etwas, sie ist mir mit dem Fokus auf Miteinander auch etwas zu beschönigend geraten. Der Werdegang der Hauptcharaktere ist auch sehr behelfsmäßig in die ganze Handlung um die Nachwirken des Bebens integriert, sodass ihre Reise und die eigentlichen Folgen des Bebens zu separiert scheinen. Da sich mit jeder Folge eine neue Thematik eröffnet (was im Sinne der Authenzität, Vielfältigkeit des Themas und Abwechslung nur gut und recht ist), fehlt dem Anime auch etwas das Stringente. Das hat etwas von einem episodischen Stationendrama.

    Die Mystizismus-Soße gen Ende hin war zwar nicht schlecht aufbereitet, aber im Sinne eines realistischen Anime wurde da alles andere als konsequent durchdekliniert.

  3. @Shino
    “Da deine Anime Auswahl sonst meist eher nicht so der Hammer ist und das hier halt eher schon wie eines dieser etwas besseren Animes erscheint.”
    -> Was Hammer ist und was nicht Hammer ist, entscheidet zum Glück noch jeder für sich selbst. Wenn du weitere Infos brauchst lese den aktuellen Artikel von Shino xD.

    @ZakuAbumi
    Okay, dann finde ich den “Detailgrad” nicht gut genug 🙂
    Die Story ist aber recht ansprechend, wenn auch traurig. Vorallem, da das Thema wohl atm sehr aktuell ist. Wie seperat die Reise der beiden zu den Katastrphen war, darauf habe ich beim besten Willen nicht geachtet. Doch war fast jede Handlung Folge des Erdbebens und deren Nachwirkung. Somit kann man sagen, bestimmt die Katastrophe den Verauf der Story und das Drama.

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