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Die unerwartete Herausforderung ein Vater zu sein!

Nach Toradora! überrascht uns AniMoon mit einem weiteren Anime, den man in Deutschland schon längst abgeschrieben hatte, nämlich Usagi Drop! Wie uns der Anime gefallen hat und worum es eigentlich genau geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Text 😉

Achtung, der nachfolgende Text könnte SPOILER enthalten!

Der Anime Usagi Drop beginnt erst traurig und dramatisch mit dem plötzlichen Tod von Souichi Kaga, dem Großvater von Daikichi Kawachi. Dieser hat aber zur Überraschung aller ein uneheliches Kind zurückgelassen und zwar die 6-jährige Rin Kaga. Mit der Erkenntnis das der Großvater eine Affäre mit einer sehr viel jüngeren Frau hatte und dabei noch ein Kind entstanden ist, ist die Familie verständlicherweise sehr schockiert und entsetzt. So erschütternd der Tod und die Erkenntnis auch ist, will sich nun jedoch keiner um das zurückgebliebene Mädchen Rin kümmern und sie zukünftig aufziehen. Da auch niemand weiß wer die leibliche Mutter ist und die Familie sich sträubt, entschließt sich der 30-jährige Daikichi kurzentschlossen die kleine bei sich aufzunehmen und neben seinem Vollzeit Job ein guter Vater für sie zu sein. Dies bringt natürlich so seine Schwierigkeiten mit sich, da er überhaupt keine Ahnung von Kindern hat und eine Frau in seinem Leben, die ihm dabei helfen könnte ist auch noch nicht in Sicht.

Usagi Drop wurde von Juli 2011 bis September 2011 in Japan veröffentlicht. Mit gerade mal 11 Episoden ist der Anime leider schon abgeschlossen. Dazu sind noch vier 5 Minütige Bonus-Episoden erschienen, welche auch in Deutschland auf der letzten Volume enthalten sind. Hier zu Lande ist die erste Volume des Anime im Dezember 2017 erschienen. Die letzte und dritte Volume ist vergangenen Monat im März veröffentlicht worden. Der Anime basiert auf der 10-teiligen Mangareihe der zuerst im Jahre 2005 in Japan veröffentlicht wurde und leider bis heute nicht in Deutschland erschienen ist.

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Auch bei der Synchronisation hat AniMoon sich nicht lumpen lassen und wieder 1a Synchronsprecher für diesen Anime sichern können. Sie haben auch wieder welche gewählt, die man nicht schon in x verschiedenen Anime gehört hat, dies haben wir als sehr positiv gewertet. Die bekannteste Stimme in Usagi Drop dürfte wohl die von Daikichi sein, der wird von Patrick Roche gesprochen, den sehr viele als Jon Snow aus Game of Thrones kennen dürften. Im Anime-Bereich hat er ansonsten noch unter anderem Rubeus in Sailor Moon Crystal seine Stimme geliehen. Die kleine Rin bekommt von Gretchen Zilm ihre Stimme verliehen, die soweit ich weiß, vorher noch nie eine größere Rolle gesprochen hat. Eine weitere sehr große und talentierte Synchronsprecherin ist Dagmar Dempe, die die Mutter von Daikichi spricht, sie ist die feste Stimme von der Schauspielerin Meryl Streep. Im Anime-Bereich hat sie bereits mehrere kleinere Nebenrollen gesprochen, zuletzt in dem Anime Violet Evergarden.

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Nachdem Toradora! im schicken Steelbook veröffentlicht wurde, beschert uns AniMoon bei Usagi Drop Mediabooks. Die erste Volume wurde ebenfalls noch mit einem Sammelschuber mit Platz für alle drei Volumes sowie dem Live-Action-Movie veröffentlicht. Außerdem war noch ein Plüschhase aus dem Anime mit dabei. In den weiteren Volumes gab es zudem noch ein Maxi-Poster, 4 Art Cards und 4 Sticker als Zugabe. Wer sich den Live-Action-Movie nicht zulegen möchte, für den wird es laut AniMoon einen Platzhalter für den Sammelschuber geben, wie sie auf Facebook bekanntgaben. Insgesamt eine sehr schöne Veröffentlichung und auch die Extras waren wieder ganz hübsch, besonders der Plüschhase hat uns gefallen. Preislich war der Anime in Ordnung, nicht günstig, aber auch nicht überteuert, wenn man es im Verhältnis mit der Veröffentlichung sieht.

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Ich bin ja echt ein Fan von Slice-of-Life Anime und daher war ich auch sehr gespannt, da ich bereits sehr viel positives über diesen Anime gehört und gelesen habe. Bevor ich den Anime sah, ging ich von einem eher dramatischen Anime aus, aber er hat doch sehr viel witz und es ist einfach zu süß anzusehen, wie Rin und Daikichi eine für sie neue Situation nach der anderen zusammen meistern. Gerade da es hier um Vater und Tochter geht, denke ich das da manche Sachen doch etwas schwerer sind für Daikichi, wie zum Beispiel die Zöpfe machen oder halt das was nur eine Mutter einem Kind geben kann. Aber er gibt sich dabei sehr viel Mühe und wie die Beziehung sich zwischen Daikichi und Rin entwickelt ist sehr schön dargestellt. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Anime der so nah am wirklichen Leben ist und mit einer so “simplen” Story daherkommt, so gut sein kann! Dieser Anime berührt einen wirklich sehr und ist so Herz ergreifend, dass es einem viel Freude bereitet diesen Anime zu schauen. Wer also einen Herz erwärmenden Anime mit liebevollen Charakteren sucht, der ist mit Usagi Drop auf jedenfall bestens aufgehoben!

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2 Kommentare

  1. Fand Usagi Drop auch Klasse. Hat mich teils schon sehr berührt. Am meisten bedrückt hatte mich die Situation von Masako Yoshii, der leiblichen Mutter von Rin. Sie war und ist mit der Situation völlig überfordert gewesen, wobei man ihr schon deutlich anmerkte, dass sie Rin schon liebt, auch wenn sie sich nicht traut der kleinen gegenüber zutreten. Schade finde ich, dass sie in den späteren Folgen keine Rolle mehr spielt. Zuletzt sah man sie ja in der Folge, wo sie das Grab von Souichi besuchte und dann nach dem sie Rin noch einmal sah meinte, dass sie noch mehr arbeiten wolle, obwohl sie schon so völlig fertig war. Da hab ich mir ständig gedacht, dass es doch nicht so enden kann für sie, dass sie sich quasi zu Tode schuftet nur um nicht mehr an Rin denken zu müssen. Wie gesagt. Fand ich schon sehr traurig, dass es bei ihr wohl so darauf hinauslaufen wird.

    Die deutsche Synchronisation fand ich ebenso ganz gut besetzt. Da hatte man sich schon Mühe gegeben und alle Sprecher hatten fabelhafte Arbeit geleistet, vor allem Gretchen Zilm für Rin und ihr Bruder Karl Zilm für Kouki.
    Einziger Knackpunkt für mich war das Dialogbuch von Daniel Käser. Die Dialoge waren schon ziemlich frei umgesetzt, teils für meinen Geschmack etwas zu locker und “anglizistisch”. Man könnte dahingehend argumentieren, dass es irgendwie zum Charakter von Daikichi passt, aber dennoch wäre weniger mehr gewesen. Hatte sich dann zum Glück größtenteils auf Daikichi beschränkt und hatte auf der anderen Seite auch seinen Charme gehabt, der noch zu Usagi Drop gepasst hat. Problematisch wird es aber so bei Animeserien wie Undefeated Bahamut Chronicle, dass ebenfalls von Kölnsynchron kommt und wo Daniel Käser ebenfalls für das Dialogbuch verantwortlich war. Auch da wurde sehr gut und abwechslungsreich besetzt, wie es das Budget von Nipponart hergab. Die recht laxen und frei umgesetzten Dialoge, wie man sie vom Stil her eben auch bei Usagi Drop oder The Devil is a Part-timer kennt passten aber so gar nicht zu diesem pseudo 18. Jahrhundert-Fantasysetting mit Mechas.

    1. Wie du sicher gelesen hast, fanden wir den Anime auch echt gut. Ohne das die Welt in Gefahr ist schafft es die Serie einen zu fesseln.
      Die Beziehungen zwischen den Charakteren finde ich sehr gelungen und nachvollziehbar, wenn auch teilweise recht traurig.
      Da es ewig her ist, dass ich den Anime auf Japanisch gesehen habe, war es nicht sogar zufällig einer der Anime, die ich Ran damals bevor wir uns persönlich kannten empfohlen habe, kann ich spontan keinen Vergleich zur Übersetzung und des Dialogbuches geben. Doch das Daniel Käser freier formuliert ist ja bekannt und hat uns als neutrale Zuschauer wenig gestört. Wir fanden, dass es so passt 🙂

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