Manga Review: 2ZKB, Feder & Wecker Band #1

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Ein Frauen-WG die nicht unterschiedlicher sein könnte!

Ein neuer Girls Love Manga im Altraverse Regal. Vielen Dank an Altraverse an dieser Stelle für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung!

Achtung, der nachfolgende Text könnte SPOILER enthalten!

Nanami Kazuki ist in ihrem Job unersetzlich, alle sehen zu ihr auf und sie ist ein Ordnungsfanatiker. Seit geraumer Zeit lebt sie in Tokio in einer WG mit einer anderen Frau namens Kaede Fujimura, die das totale Gegenteil von ihr ist. Sie ist chaotisch, faul und hält immer noch an ihrem Traum fest ein Mangaka zu werden. Doch meistens schafft sie es nie über das Storyboard hinaus. Daher kümmert sich Nanami immer um den Haushalt, kocht uns besorgt jeden Donnerstag für Kaede die Shonen Monday. Die sie naturlich nur aus reinen Recherche zwecken liest. Nanami hat allerdings in ihrer Heimat noch einen Freund, mit dem sie eine Fernbeziehung führt und jede Woche mindestens einmal telefoniert, da er ihre große Liebe ist und sie ihn heiraten möchte. Wird diese Fernbeziehung auf Dauer gut gehen und wie lange kann sie die chaotische Wohnsituation noch ertragen?

Seit Juli 2019 veröffentlich der Hamburger Verlag Altraverse die Reihe im Großformat zu einem Preis von je 10€ pro Band. Dieser ist mit einer Altersempfehlung von 16+ angeordnet und gehört dem Girls Love Genre an. In Japan läuft die Reihe bereits seit 2015 und es sind dort bislang 8 Bände veröffentlicht worden und ein Ende ist derzeit nicht bekannt. Das Werk stammt aus der Feder von Yayoi Ohsawa und es ist ihre erste Reihe in Deutschland, in Japan hat sie bereits mehrere Reihen herausgebracht.

Die Farbseiten am Anfang des Manga und in der Mitte sehen richtig toll aus und sind schön ausgearbeitet. Ansonsten ist der Zeichenstil eher einfach, aber trotzdem total schön. Die Charaktere haben nicht so den typischen Mangastil und das mag ich. Auch dieser Manga kommt mit recht wenig Hintergründen daher, aber bei der Art von Manga ist dies denke ich auch nicht nötig.

Nachdem ich den ersten Band durchgelesen hatte, würde ich den Manga aktuell eher als Slice-of-Life Manga sehen und weniger als Girls Love. Es gab zwar ein paar wenige Andeutungen, aber im ersten Band ist in der Hinsicht kaum etwas passiert. Vielleicht ist das ja in den nächsten Bänden ganz anders. Was mir sehr positiv gefiel, war wieder das es sich hier um Erwachsene Charaktere im Arbeitsleben handelt. Davon gibt es in Deutschland ja bislang noch nicht so viele Reihen. Dadurch das Nanami und Kaede so unterschiedlich sind, entstehen viele lustige Situationen und auch Nanami merkt, dass ihr die Gesellschaft von Kaede gut tut. Da sie ja vorher doch etwas skeptisch zu einer WG stand, da das wohl nicht so üblich in Japan ist. Ich sehe den Manga mit etwas gemischten Gefühlen, einerseits finde ich die Story ganz interessant, aber andererseits fand ich den ersten Band auch etwas langweilig. Ich denke um eine endgültige Entscheidung zu treffen, ob der Manga sich lohnt weiterzulesen, muss man wohl auch dem zweiten Band noch eine Chance geben. Wer also einen Girls Love Manga wie Citrus erwartet, der wird hier enttäuscht werden.

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